Eden
ist seit ca. 2 Wochen in seiner Pflegestelle in 88171 Weiler im Allgäu. Nach seiner Vermittlung im Juni diesen Jahres wurde schnell klar, dass ein Haushalt mit Kindern und entsprechend dynamischem Umfeld für Eden nichts auf lange Zeit ist.
Eden ist ein aufmerksamer und lustiger kleiner Mischling, bei dem man sich von seinem grauen Schnäuzchen nicht irre leiten lassen darf. Mit seinen geschätzten 6 Jahren ist er im besten Alter und steckt voller Lernfreude und Abenteuerlust.
Ihn als tollen Begleiter zu beschreiben fällt erst mal leicht. Eden ist stubenrein, fährt gerne Auto, bleibt auch mehrere Stunden alleine und nutzt diese Zeit zum schlafen und ruhen, läuft toll an der Leine, kuschelt wahnsinnig gerne, lernt spielerisch und voller Freude, geht eine enge vertrauensvolle Verbindung mit seiner Bezugsperson ein, …
Aber wer all diese Traumhund-Eigenschaften mit dem kleinen Kerl genießen möchte, muss sich auch der Herausforderung stellen, dass Edens Weg - der nicht immer so behütet war wie heute - seine Spuren hinterlassen hat.
Unbekannte Personen und Hunde machen ihm Stress, und wenn er sich dabei auch noch bedroht fühlt schaltet er blitzschnell in den Vorwärtsgang und verteidigt „sein Leben“, lässt aber schnell davon ab, wenn sein Mensch für ihn da ist und ihm so verspricht, dass er nicht in Gefahr ist.
In der Pflegestelle lebt er mit zwei weiteren Hunden, einer Katze und dem Pflegefrauchen zusammen. Innerhalb dieser vertrauten Umgebung und Gruppe erlebt man ihn als den süßen Charmeur, der oben beschrieben ist. Verlässt man jedoch diesen Rahmen kommen seine „Spezial-Effekte“ zum Einsatz.
Sunita ist nun knapp eine Woche hier bei uns in der Pflegestelle in 25524 Breitenburg.
Sie ist einfach zauberhaft. So gerne möchte sie kuscheln und schmusen, aber das Vertrauen fehlt noch.
Sunita kommt zwar schon von alleine in die Nähe der Menschen, ist aber immer im Fluchtmodus. Dabei läuft sie nicht wirklich weg, sie macht sich ganz klein und duckt sich. Wenn wir das ignorieren und sie trotzdem streicheln, bleibt Sunita zwar in “Hab-acht-Stellung”, aber fängt auch an das berühren zu genießen. Es wird noch eine ganze Weile brauchen, bis sie mehr Vertrauen aufgebaut hat und diese Zeit muss man ihr einfach geben. Sunita orientiert sich am Hund der Familie. Ist er entspannt, bleibt sie ruhig, bellt er mal, macht sie kurz mit. Beim Staubsaugen war sie erst recht hektisch, aber da unser Hund ruhig in seinem Korb liegen blieb, legte sie sich auch in einen Korb in seiner Nähe und ertrug das Ungeheuer Staubsauger.
Wenn Sunita draußen mit einer Situation nicht klar kommt, legt sie sich einfach hin, egal wo, aber wenn unser oder einer der anderen Hunde einfach weiter gehen, steht sie sofort auf und geht mit.
Alessandra lebt nun seit dem 11. August in ihrer Pflegestelle in 56073 Koblenz. Die erste Woche wurde genutzt, um Alessandra genauer kennenzulernen.
Sie konnte zunächst einmal unbeeinflusst ihr Ding machen, beobachtete nur und es zeigte sich dann die "Schwachstelle" in der ansonsten so selbstbewussten Hündin. Sie war der Meinung, in einer sehr bestimmbaren Situation, mit klar erkennbarem Auslöser, mittels Stellen und Verbellen in den Eigenschutz gehen müssen.
Problem erkannt - Problem gebannt!
Es wurde mit ihr dann ab dem Moment, als das Problem klar erkannt war, daran gearbeitet, um die für einen Hund häufig sehr elementaren Fragen zu klären. Insbesondere ein Hund der, wie Alessandra auch, einmal völlig alleingelassen unterwegs gewesen sein musste, nur auf sich gestellt, sich alleine durchschlagen musste, für solch einen Hund sind Antworten auf diese Fragen überlebenswichtig.
Deshalb stellt auch Alessandra an uns Menschen diese Fragen, die in etwa so zu übersetzen sind:
"Wer sichert mich? Wer schaut, dass mir nichts geschieht? Wer passt auf mich auf?"
"Wer hält mir vermeintliche Bedrohungen vom Hals / aus meiner Individualdistanz heraus?"
"Wer hat mein Vertrauen verdient, sieht die Welt auch aus meinen Augen und auf wen kann ich mich immer verlassen?"
Am bundesweiten Warntag werden um 11 Uhr über alle möglichen Systeme Sirenen und Warntöne erschallen.
Was für uns Menschen eine Probe für den Ernstfall ist, wird für unsere Tiere bereits ein Ernstfall sein!
Suggar lebt nun seit dem 31.7.20 bei uns in 56073 Koblenz in der Pflegestelle und kommt mit kleinen Schritten so langsam an. Suggar ist stubenrein, schläft nachts in ihrem Körbchen und fährt ruhig im Auto mit. Zuhause kommt sie gut zur Ruhe. Man merkt, dass sie all das Erlebte verarbeiten muss und dafür braucht sie ein ruhiges Plätzchen, wo sie sich ablegen kann. Sie beobachtet genau, was um sie herum passiert und muss das dann alles erst einmal in Ruhe einordnen.
Zeitweise bleibt sie auch schon alleine. Kinder ab etwa 8 Jahren sind für sie kein Problem. Sie geht gut an der Leine – sowohl an der kurzen als auch an der Schleppleine.
Sie zeigt keine Angst vor vorbeifahrenden Radfahrern oder überholenden Joggern. Auch Spaziergänger interessieren sie nicht. Im Freilauf ist sie gegenüber anderen Hunden sehr sozial und versteht sich auch gut mit unserem eigenen Hund und Besuchshunden. Man merkt ihr aber noch immer an, dass sie offensichtlich in ihrem bisherigen Leben noch nicht viel Gutes von den Menschen erfahren durfte. Dies zeigt sich vor allem beim Zusammenleben im Haus und Garten. Dort wo es für sie etwas beengt ist und sie sich eingegrenzt fühlt. Ihre Reaktion, wenn man hier auf sie zugeht oder versucht sie zu sich zu locken, ist dann eher ein Ausweichen.
Dann hilft auch kein Zureden oder Leckerlis, sie fühlt sich unter Druck gesetzt und macht quasi dicht. Vielleicht sind es Erinnerungen an "Einfangaktionen" aus ihrer Vergangenheit.
Amigo2 ist seit dem 14.08.2020 bei uns in 22763 Hamburg in einer Pflegestelle.
Der junge Rüde hat sich schnell eingelebt und sich an uns gewöhnt. Er liebt die Aufmerksamkeit und ausgiebigen Kuscheleinheiten, die man ihm täglich schenkt und fordert diese auch gerne ein. Als typischer Junghund ist er noch sehr verspielt, er liebt es zu toben, mit anderen Hunden zu spielen und seine Kauspielzeuge. Am liebsten möchte er immer bei allem dabei sein.
Fremden Hunden gegenüber begegnet er sehr aufgeschlossen und sieht in jedem Hund einen neuen Spielkameraden. Amigo2 liebt lange Spaziergänge und freut sich besonders, wenn man mit ihm auf eine eingezäunte Hundewiese geht, wo er ausgelassen laufen und spielen kann. Auch fremden Menschen begegnet er offen und liebt es auch von ihnen gestreichelt zu werden.
Bei Kindern zeigt er noch Unsicherheiten. Neue Situationen, wie beispielsweise Bus oder Bahn fahren, findet er manchmal noch etwas gruselig, Autofahren aber liebt er.
Amigo2 ist sehr menschenbezogen und kann bisher noch nicht alleine bleiben, da er seine Bezugsmenschen dabei zu sehr vermisst. Dies sollte ihm in kleinen Schritten beigebracht werden.
Alessandra ist zurück in der Vermittlung, weil sich das Betreuungskonzept für Alessandra in der geplanten Weise als nicht umsetzbar erwies. Sie lebt nun seit dem 11.8.2020 in unserer Pflegestelle in 56073 Koblenz.
Alessandra lebt in der Familie der Pflegestelle problemlos zusammen mit den drei weiteren Hunden sowie einem Kater. Sie ist stubenrein, schläft nachts brav am Bett, fährt gut und auch gerne im Auto in einer Box mit. Sie läuft draußen gut auch an der langen Schleppleine und ist aufgrund ihrer eher geringen Größe gut zu halten.
Das entspannte Alleinebleiben dürfte nach einer entsprechenden Eingewöhnungszeit wahrscheinlich für angemessene Zeiten gut machbar sein. Erste Trainingsschritte hierzu waren erfolgreich.
Alessandra ist ein unglaublich verschmuster Hund, der diese Schmuseeinheiten auch täglich einfordert. Sie liebt diese intensive Nähe zu den Menschen und genießt es auch sehr mal auf dem Schoß oder der Couch liegen zu dürfen. Was sie aber auch unbedingt braucht, ist eine sehr klare und konsequente Führung und auch Beschäftigung. Sie ist ausdauernd und hat schon einen enormen Bewegungsdrang, dem man täglich in ausreichendem Maße zugestehen sollte, um einen glücklichen und ausgeglichenen Hund zu haben. Zwei Stunden sollten es schon tägliche Spaziergehzeit sein.











