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Der erste Spendencontainer des Jahres 2026 sollte vor allem eines sein:

Eine große Hilfe für unsere Hunde.

Viele dringend benötigte Dinge hatten sich in Deutschland angesammelt und waren sorgfältig für die lange Reise nach Zypern vorbereitet worden. Futter und Leckerlies, Decken, Handtücher, Spielzeug, Geschirre, Halsbänder und vieles mehr warteten darauf, endlich bei uns im Tierheim anzukommen. Auch die Planung stand fest: Der Container sollte noch vor Beginn des Hochsommers und der Haupturlaubszeit im August, auf Zypern eintreffen. Doch leider wurde dieser Zeitplan durch die Schifffahrtslinie zunichte gemacht, die unseren Container mit einer Verspätung von einigen Wochen in Limassol eintreffen ließ. Es geschah genau das, was wir verhindern wollten, der Container erreichte Limassol genau in den zwei Haupturlaubswochen der Zyprioten...
Noch dazu können fünf Wochen verdammt lang sein, wenn der eigene Futtervorrat immer kleiner wird.

 Als die Nachricht kam, dass das Containerschiff auf Zypern angekommen war, war die Freude entsprechend groß. Endlich war er da – und mit ihm das so dringend benötigte Futter für unsere Hunde. Die Leckerlies waren natürlich ebenfalls mehr als willkommen.

Nur leider war damit noch nicht das Ende der Geschichte erreicht.

Nun begann die Suche nach einem Gabelstapler, denn der Gabelstaplerfahrer den wir immer nutzen, war natürlich im Urlaub. Wir telefonierten alle Firmen und Gabelstaplerfahrer in Limassol und Umgebung ab -wir kennen sie jetzt alle-, ohne Erfolg, die Firmen waren geschlossen und die Fahrer im Urlaub. Natürlich konnte der Container nicht im Hafen stehen gelassen werden. Die Lagergebühren des Containers wären sehr teuer geworden und das sich im Container befindende Futter wäre mehr als gut durchgekocht worden, und die ein oder andere Dose sicher auch durch die Hitze explodiert.

Wir ließen den Containerinhalt zunächst in einem Lagerhaus außerhalb des Hafens einlagern und die Paletten mit den Spenden sollten dort erst einmal bleiben, bis wir sie schließlich zu unserem Tierheim bringen lassen konnten. Damit war die erste Hürde geschafft – die nächste Herausforderung wartete allerdings schon auf uns.


Da wir aber natürlich nicht warten konnten und wollten, bis endlich alle wieder aus dem Urlaub kommen würden, starten wir die nächste Challenge. Wir öffneten so viele Paletten wie möglich direkt im Lagerhaus und transportierten die Spenden mit zwei, zeitweise sogar drei Pkw, Stück für Stück ins Tierheim. So fuhren wir immer wieder zwischen Lagerhaus und Tierheim hin und her.

Bei gefühlten 40 Grad bedeutete das: schleppen, einladen, fahren, ausladen, schleppen, verstauen und wieder zurück. Stundenlang. Viel Zeit im Auto, viel Zeit mit Kartons und Säcken in der Hand und jede Menge Schweiß gabt es gratis dazu. Und als wir dachten, jetzt hätten wir wirklich auch den Rest des Transportes organisiert, kam natürlich doch noch etwas dazwischen.

Unsere Merlyn wollte uns beim Transport unterstützen. Sie ist die Einzige von uns, die einen offenen Pick-up fährt und damit für diese Aufgabe geradezu perfekt ausgestattet ist. Wir standen wieder einmal früh am Morgen auf, machten uns fertig und wollten loslegen. Dann kam der Anruf: Merlyn war gestürzt. Damit war an eine Fahrt mit dem Pick-up natürlich nicht mehr zu denken. Liebe Merlyn, an dieser Stelle erst einmal gute Besserung! Für uns hieß es wieder umplanen und die Sachen auf unsere anderen Fahrzeuge verteilen. Aber aufgeben kam natürlich nicht infrage. Nachdem wir in unzähligen Fahrten alles was möglich war bereits ins Tierheim gebracht haben, kamen am 31.08.2026 endlich die letzten 14 Paletten mit einem großen Lkw, der die Paletten bis oberhalb unseres Tierheimgeländes brachte. Kaum zu glauben, dass immer noch 14 Paletten übrig geblieben waren. Es handelte sich um einen 40‘ Container der bis unters Dach voll beladen war, jede freie Ecke war gefüllt. Und wieder mal wurde uns bewusst, wie unglaublich toll unsere Unterstützer/Spender in Deutschland sind, die es geschafft haben einen großen Container für unsere Hunde zu füllen.

Unsere Pechsträhne blieb uns treu und sollte auch noch nicht zu Ende sein …
Denn am Samstag zuvor hatte es auf Zypern ein riesiges Unwetter gegeben. Sturm bis hin zu tornadoartigen Böen und enorme Regenmengen hatten auf der Insel für große Schäden gesorgt. Auch unser unbefestigter Weg, der von der Straße zu unserem Tierheim führt, hatte sehr darunter gelitten. Der Regen hatte den Sand weggespült und große Löcher hinterlassen. Aus unserem ohnehin schon steilen Weg war dadurch eine echte Herausforderung geworden. Der Lkw-Fahrer des kleineren Modells machte sich berechtigte Sorgen, als es um die steile Auffahrt nach dem Abladen ging. Beim Abladen im Tierheim war ein großer Lkw angekommen, der seine Ladung mit einem Gabelstapler entladen hatte. Zwar konnte die Ware problemlos auf den kleineren Lkw umgeladen werden, doch die Herausforderung bestand nun darin, den steilen Weg wieder hinaufzukommen. Doch auch diese Hürde wurde gemeistert. Der Lkw kam den Weg hinunter, die Paletten wurden mit Gabelstapler und kleinem Laster weitertransportiert und endlich konnten wir die letzten Paletten entladen und verstauen.Was für eine Erleichterung!

Nach all den Wochen und den vielen kleinen und großen Hindernissen standen die Spenden nun endlich bei uns. Futter und Leckerlies, Decken, Handtücher, Spielzeug, Geschirre, Halsbänder, Transportboxen die ebenfalls inzwischen dringen benötigt wurden, denn der Vorrat auf Zypern ging zur Neige und natürlich noch vieles mehr. Dinge, die wir für unsere tägliche Arbeit im Tierheim dringend benötigen und die unseren Hunden das Leben bei uns ein wenig angenehmer machen.

Auch dieses Mal haben wir versucht, möglichst viele Bilder von der ganzen Aktion zu machen. Denn wir möchten nicht nur erzählen, wie viel Arbeit hinter einem solchen Transport steckt, sondern euch auch ein wenig daran teilhaben lassen. Vom Ausladen der Paletten bis zum Schleppen, Sortieren und Verstauen – vieles davon sieht man später gar nicht mehr, wenn die Spenden ihren Platz gefunden haben. Und während wir nun langsam alles sortieren und verstauen, geht unser Blick schon wieder nach vorne. Denn auch der Sommer neigt sich auf Zypern langsam dem Ende zu und der nasskalte Winter steht bevor. Auch wenn man es von Zypern vielleicht nicht erwartet: auch wenn tagsüber die Sonne scheint, können die Nächte empfindlich kalt werden. Dazu kommt der Regen, der im Winter nicht selten tagelang anhält. Für unsere Hunde bedeutet das feuchte Gehege, nasse Decken und kalte Nächte. Warme Mäntel, Decken und trockene Handtücher werden deshalb in den kommenden Monaten wieder besonders wichtig sein. Lange können wir uns also nicht zurücklehnen. Wir sammeln bereits für den nächsten Container. Der tägliche Bedarf im Tierheim bleibt groß und vieles, was heute dringend gebraucht wird, ist irgendwann wieder aufgebraucht.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die diesen ersten Container 2026 möglich gemacht haben. Bei allen, die gesammelt, gespendet, eingekauft, gepackt, getragen, organisiert oder transportiert haben und natürlich bei allen, die uns immer wieder unterstützen.

Ein wichtiger Hinweis für die nächste Sammlung: Aufgrund der Ungezieferproblematik in unserem Lager in Norderstedt können wir ausschließlich Dosenfutter und Leckerlies in sehr guter, geschlossener Originalverpackung annehmen. Kein Trockenfutter, keine angebrochenen Tüten oder Packungen und kein loses Futter – auch nicht, wenn es in eine Umverpackung gelegt oder anschließend wieder zugeklebt wurde. Wir bitten hierfür um Verständnis, denn diese Vorgaben sind notwendig, damit wir unser Lager vor einem erneuten Ungezieferbefall schützen können. Auch dieses Mal hatten die Ratten wieder zugeschlagen. Auf einer Palette erwartete uns ungewaschene Bettwäsche – inklusive weißem Spitzennachthemd. Eine andere Palette konnte mit gerade einmal zwei kleinen Tüten Leckerli aufwarten. Die Ratten hatten offenbar sehr genaue Vorstellungen davon, was ihnen schmeckt. Auch unsere kleinen Käferfreunde hatten die Reise wieder mitgemacht. Sie hatten es sich in angebrochenen Trockenfutter- und Leckerlietüten gemütlich gemacht – und teilweise sogar gleich ganze Plastikeimer für sich entdeckt.

Zum Schluss bleibt vor allem ein großes Dankeschön an alle, die diesen Transport möglich gemacht haben. Auch dieses Mal hat die Firma Nutricanis nicht vergessen und uns eine große Futterspende zukommen lassen und auch das Team der „Glücksbringer für alle Pfoten“ war wieder mit großem Herzen dabei. Hinter jeder Dose Futter, jeder Packung Leckerlies, jeder Decke, jedem Handtuch und jedem einzelnen Karton steckt Hilfe für unsere Hunde. Unser Dank gilt auch wieder der Firma Skyline Air Cargo, Norderstedt die uns den Lagerraum zur Verfügung stellt und für die Verpackung und Transportabwicklung gesorgt haben. Wir danken, denn vielen Spendern die ihre Spenden zum Lager bringen und unseren Helfern die Spenden abholen und bei Skyline anliefern.

Es ist dieses besondere Teamwork, das uns immer wieder die Kraft gibt, auch große Herausforderungen zu meistern. Ohne diesen Zusammenhalt und das gemeinsame Anpacken wäre vieles von dem, was wir für unsere Tiere tun und erreichen, überhaupt nicht möglich.

Dieser erste Container 2026 hat uns einiges abverlangt. Aber am Ende ist alles dort angekommen, wo es gebraucht wird – bei unseren Hunden. Und während wir die letzten Spenden verstauen, sammeln wir bereits wieder für den nächsten Container. Denn nach dem Container ist vor dem Container.

 

 

   

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