
Am 08.10.2014 bin ich hier mit meinem Bruder Benji und sechs weiteren Zypernpfoten in Hamburg gelandet.
Es war alles so aufregend, als ich meine Box verlassen durfte war ich total zappelig.
Auf dem Weg in mein vorübergehendes Zuhause, erzählte mir meine Pflegemama, dass sich schon eine Familie nach mir erkundigt hatte.
hier ist Benji aus Hamburg!
Nach einer anstrengenden Woche bei meiner Familie wollte ich mich mal melden. Hier ist es sehr schön und ich muss mein Frauchen schon jeden Tag zur Arbeit begleiten, das bringt mir Spaß und die Menschen freuen sich wenn ich komme.
Was ich nicht mag ist Auto fahren, da wird mir übel. Autos sind sowieso schrecklich und schnelle Fahrräder finde ich doof, aber Frauchen und Herrchen sind ganz geduldig mit mir. Beim Tierarzt war ich auch, er ist mit mir zufrieden und für mein Spucken bekomme ich eine Tablette.
Mit mit meiner neuen Schwester (eine kleine Zicke) geht es auch immer besser, nur spielen will sie nicht mit mir und läuft lieber so einem blöden Ball hinterher. Aber Suchspiele finde ich spannend, spazieren gehen ist toll und das schönste ist kuscheln. Da bin ich sehr eifersüchtig und deswegen gab es auch schon Streit, das haben wir aber gemeinsam geklärt.
Einiges ist für mich noch sehr zum fürchten, aber ich weiß das ich Selbstsicherheit bekommen muss, sonst darf ich nicht von der Schleppleine und das wäre doof. Möchte doch auch mit meinen neuen Kumpels über die Wiese toben.
Ganz liebe Grüße an alle,
Euer Benji
Am Sonntag, dem 12.10.2014, war das Wetter wie üblich sehr schön auf Zypern. Perfektes Wetter für eine Party. Doch um die Mittagszeit kamen auf einmal Sturmwolken auf und es donnerte aus der Entfernung.
Aber wenn Tierschutzengel eine Party feiern, erhellt sich der Himmel pünktlich zum Partyanfang natürlich wieder ;-)
Die End of Season Garten Party sollte wieder etwas Freude im harten Tierschutzalltag bringen, aber auch einige Spenden erzielen.
Es kamen viele bekannte Gesichter, aber auch einige neue, worüber man sich sehr freute. Alle kamen zusammen und genossen die Party, aßen, tranken, tanzten und hatten einfach eine Menge Spaß.
Es gab tolle Musik von Shades of Gray und der lieben Angela, die sehr großzügig ohne Gage für den Tierschutz sang. Die Tombola war sehr erfolgreich und es gab schöne Sachen zu gewinnen. Das Essen war äußerst lecker, es gab Gerichte wie: Hähnchen-Curry, Chilly-Rindfleisch, vegetarische Gerichte, Knoblauchbrot, Obstsalat mit Sahne und vieles mehr.
Unser kleiner Bodger wurde vor Kurzem auf einer Hauptstraße in einem kleinen Dorf bei Prastio gefunden. Das er nicht überfahren wurde grenzt an ein Wunder. Viele Autos fuhren ungebremst an ihm vorbei, teilweise so dicht, dass sie ihn fast tuschierten.
Ein tierlieber Mensch fuhr zufällig auch auf dieser Straße und bemerkte den kleinen Mann. Er hielt schnell an und sammelte den kleinen Bodger ein, der sicherlich einfach nur froh war aus seiner misslichen Lage befreit zu werden. Sein Finder nahm ihn glücklicherweise auch mit nach Hause und brachte ihn nicht in eine Tötungsstation oder in ein Tierheim. Er darf dort nun bleiben, bis sich eine liebe Familie oder eine Einzelperson in ihn verliebt und ihn adoptieren möchte.
Wir vermuten, dass Bodger aus einem für ihn schlechte Zuhause kam. Er kann es dort nicht gut gehabt haben. Er war viel zu dünn und völlig übersät mir Zecken, Flöhen und Grasmilben. Sein Fell musste deshalb fast ganz runtergeschnitten werden, es war eh in keinem guten Zustand. Jetzt darf es wieder nachwachsen. Auch seine Augen waren in keinem guten Zustand, diese werden aber medikamentös behandelt und sie werden von Tag zu Tag klarer. Die äußerlichen Zeichen von seinem schlechten Zustand werden bald nicht mehr zu sehen sein.
Als die Helfer gestern Morgen zum Julia Tierheim kamen erblickten sie noch vor dem Tor drei kleine Welpen und etwas später dann auch ihre Mama.
Die drei Kleinen ließen sich schnell einfangen, nur die Mama hatte riesen Angst vor den Helfern und lief erst einmal davon.
Alle Helfer ließen ihre Arbeit liegen und machten sich auf die Suche nach ihr. Nach einer Weile einfangen ließ sich sich letztendlich aber doch einfangen.
Die kleine Familie wurde einfach vor den Toren des Tierheimes ausgesetzt. Wir wissen nicht was schlimmer ist, wenn uns die Hunde über den Zaun geworfen werden, und der Zaun ist hoch, oder davor ausgesetzt werden.
In diesem Fall quält uns natürlich die Ungewissheit, ob es wirklich nur drei Welpen waren, oder mehr. Vielleicht waren es doch noch mehr Welpen, die sich aus lauter Angst in den Büschen versteckt haben und jetzt ohne ihre Mama vielleicht qualvoll sterben. Wenn sie sich nicht trauen heraus zu kommen, werden wir es wohl nie erfahren.
Wallace gehörte ursprünglich wohl einem Jäger und sein Leben sollte in einer Tötungsstation enden. Wir vermuten, dass er wie viele andere Pointer aussortiert wurde, weil er vielleicht nicht zur Jagd taugte.
Als die Tierschützer ihn in seinem kleinen Zwinger in der Tötungsstation entdeckten war sein körperlicher Zustand schon sehr schlecht, er war abgemagert bis auf die Knochen. Dazu war er furchtbar verängstigt, er konnte bis dahin nichts gutes erlebt haben und sein ehemaliger Besitzer schien ihn auch kaum gefüttert zu haben (das ist leider oft üblich bei den Jagdhunden, weil es Jäger auf der Insel gibt, die der Meinung sind, dass Jagdhunde besser jagen je mehr Hunger sie haben).
Nach einer Woche in der Tötungsstation begann Wallace bereits den Freiwilligen dort zu vertrauen, trotz der Umstände dort. Eine Tötungsstation bleibt eine Tötungsstation, auch wenn es bei manchen Freiwillige gibt, die versuchen die Lebensumstände der Hunde dort zu verbessern.
Nach 2 Wochen bekamen die Freiwilligen vom Mitarbeiter der Tötungsstation einen Anruf, dass es Wallace nicht besonders gut gehe und das er auch nicht viel frisst. Die Freiwilligen fuhren sofort nach ihrer Arbeit in die Tötungsstation und fanden einen Wallace vor, der so lang wie er war platt auf dem Boden in seinem Durchfall lag. Er hatte eine Menge Fliegen um und auf seinem Körper.
... dass man sie schwer verletzt fand und ihr half, und dennoch braucht sie jetzt noch einmal ein bisschen Glück, auch ein Zuhause zu finden, welches sie bedingungslos liebt.
Mini wurde gefunden, nachdem sie sich mit allerletzter Kraft vor die Tür eines Anwalts schleppte. Es war Ende August und der Anwalt wohnt in einem kleinen Dorf nahe Limassol. Mini hatte wirklich großes Glück, dass ihr Retter und Helfer gerade nach Hause kam und sie dort völlig erschöpft vorfand. Er bemerkte gleich, dass mit ihr irgendwas nicht stimmt. Er schaute nach ihr und sah sofort, dass ihr linkes Hinterbein schwer verletzt war und so fuhr er auf direktem Wege mit ihr zum Tierarzt.
Für alle sah es so aus, als ob Mini überfahren und einfach auf der Straße liegen gelassen wurde. Wir möchten uns gar nicht vorstellen, mit welchen Schmerzen sie sich bis zur rettenden Tür geschleppt hat.
Am 30. August 2014 heirateten das Frauchen und Herrchen Gesche und Jörn von Zypernhündin Molly kirchlich in Whörden. Vor einigen Monaten haben die Beiden unsere Pflegestelle Kerstin gefragt, ob sie gemeinsam mit ihrer Zypernhündin Molly, nach der der Trauung und vor der Kirche, die Kollekte einsammeln möchte, die das Brautpaar gerne den Fellnasen auf Zypern spenden möchte.
Natürlich wollte Kerstin diese nette Idee und den Wunsch gerne erfüllen.
Pünktlich und wie abgesprochen wurde ihr Molly dann von Angehörigen und vor der Kirche übergeben. Kerstin beobachtete die Gäste wie sie sich vor der Kirche versammelten. Es herrschte eine lockere und lustige Asthmosphäre und empfand die Stimmung als magisch. Genau so locker und lustig wie Mollys Frauchen Gesche auch ist.
Und dann kam sie auch schon, die Braut. Leider hatte Petrus das Motto locker und lustig nicht ganz verstanden oder der Regenschauer war ein besonderer Gruß von oben.
Gesche warf Kerstin noch einen Handkuss zu und ging locker wie Gesche ist Barfuß in die Kirche.










